Wie du als Führungskraft mit Fehlern umgehen solltest

Fehler machen ist menschlich – Entscheidend ist, wie du mit ihnen umgehst!

„Irren ist menschlich“ und „Jeder macht mal Fehler“ – du kennst diese Floskeln sicher. Aber wenn du den Karren so richtig vor die Wand gefahren hast, werden dir diese klugen Sprüche auch nicht mehr helfen. Insbesondere Führungskräfte haben einen Perfektionsanspruch, in dem Fehler nicht vorkommen dürfen. Sehen wir einmal davon ab, dass es „perfekt“ nicht gibt und der Wille, immer alles richtig machen zu wollen, oft nur in Stress anstatt in gute Ergebnisse resultiert. Was kannst du als Führungskraft tun, wenn dir doch ein Missgeschick passiert ist oder du eine Fehlentscheidung getroffen hast? Wie kannst du mit Fehlern umgehen, ohne deine Autorität zu verlieren?

Verantwortung tragen

Wenn dir ein Fehler unterlaufen ist, führt kein Weg daran vorbei, dass du dafür geradestehst. Jemand anderem die Schuld zuzuschieben ist nicht nur feige, sondern lässt auch stark daran zweifeln, ob du in der Führungsposition richtig aufgehoben bist. Je höher die Position, desto größer ist nämlich auch die Verantwortung und wer seine Fehler nicht eingesteht, handelt verantwortungslos. Um aber zu zeigen, dass du dir deiner Verantwortung gegenüber deiner Mitarbeiter und dem Unternehmen bewusst bist, solltest sowohl den Fehler als auch die Konsequenzen auf deine Kappe nehmen. Und zwar sofort in dem Moment, in dem du den Fehler bemerkst.

Bitte dazu alle Betroffenen zu einem Gespräch und trage kurz und knapp alle relevanten Fakten in der Ich-Form vor. Es ist wichtig, dass du zunächst bei dieser Ich-Perspektive bleibst, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass du die Schuld bei anderen suchen würdest.

Ruhig Blut!

Verwechsle verantwortungsvoll nicht mit unterwürfig. Dich selbst klein- oder schlechtzureden hilft weder bei der Lösungsfindung noch deinem Selbstwertgefühl. Versuche stattdessen deine Gedanken weniger um den Fehler als vielmehr um mögliche Lösungsansätze kreisen zu lassen. Das gelingt nicht allen sofort. Womöglich musst du sogar einen „Ausraster“ deines Vorgesetzten ertragen. Auch dann solltest du verantwortungsvoll, nicht unterwürfig reagieren und versuchen, das Gespräch auf die Problemlösung zu lenken. Hier kannst du punkten, wenn du bereits einen Plan parat hast – du siehst, eine intensive Auseinandersetzung mit den Lösungsmöglichkeiten ist weitaus effizienter als sich unnötig mit dem Gedanken an den Fehler aufzuhalten.

Die Zukunft ist jetzt

Es gibt Fehler, die können nicht mehr ausgebügelt werden. Wenn das Kind tatsächlich schon unrettbar in den Brunnen gefallen ist, konzentrierst du dich auf zukünftige Situationen. Überlege, wie ein solcher Fehler zu vermeiden ist. Welche Vorkehrungen müssen getroffen werden, damit es nicht noch einmal zu diesem Missgeschick oder zu dieser Fehlentscheidung kommt? Kommuniziere so offen wie möglich, welche Änderungen du durchsetzen wirst, damit dir der Fehler kein zweites Mal unterläuft. Vielleicht warst du einfach zu überarbeitet, als du die falsche E-Mail an den wichtigen Kunden gesandt hast? Erkläre, wie du deine Arbeitsweise und -zeiten zukünftig strukturierst, um konzentrierter arbeiten zu können.

Auch Floskeln haben einen wahren Kern und selbst Chefs können Fehler machen. Wie sie mit dem Fehler umgehen, gibt allerdings Aufschluss über ihre Kompetenzen als Führungskraft. Trage die Verantwortung für deinen Fehler, bewahre Ruhe und plane Maßnahmen zur Fehlervermeidung – und zeige damit, welch ausgezeichnete Führungskraft du bist!

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