Nebenbei gründen – Das solltest du wissen

So kannst du dich nebenbei selbstständig machenK

Es gibt eine Reihe von Gründen für die nebenberufliche Selbstständigkeit. Die einen wollen sich neben dem Haupterwerb etwas dazu verdienen, die anderen testen ihre Geschäftsidee zunächst im Rahmen ihrer Angestelltentätigkeit, bevor sie in die hauptberufliche Selbstständigkeit starten. Wenn auch du nebenbei gründen möchtest, erkläre ich dir, worauf du dabei achten solltest.

Was ist eine nebenberufliche Selbstständigkeit?

Wenn du hauptberuflich angestellt bist, aber mit dem Gedanken spielst, ein eigenes Unternehmen zu gründen, ist die nebenberufliche Existenzgründung eine gute Möglichkeit, deine Chancen auf dem Markt auszuloten. Nebenberuflich ist die Selbstständigkeit, solange du bestimmte Kriterien einhältst. Dabei geht in erster Linie darum, welche Tätigkeit deinen Arbeitsmittelpunkt bildet. Die Arbeitszeit ist hier ebenso entscheidend wie die Höhe des jeweiligen Einkommens.

Wie kann ich nebenbei gründen?

Bevor du dein eigenes Unternehmen neben deiner Haupttätigkeit gründest, solltest du deinen Arbeitgeber über dein Vorhaben informieren. Dieser muss der Gründung nämlich schriftlich zustimmen. Du kannst aber argumentativ auf die Entscheidung deines Chefs einwirken. Vielleicht lernst du mit der selbstständigen Tätigkeit etwas, das für deine hauptberufliche Beschäftigung von Vorteil sein kann? Oder du knüpfst neue Kontakte, die auch deinem Arbeitgeber nützen? Auf keinen Fall solltest du deinem Arbeitgeber Konkurrenz machen. Mangelnde Loyalität führt im schlimmsten Fall nicht nur dazu, dass der Chef sein Veto bezüglich deiner Gründung einlegt.

Die Gründungsvorbereitungen für eine nebenberufliche Selbstständigkeit unterscheiden sich ansonsten nicht sonderlich von den Vorkehrungen, die eine Selbstständigkeit in Vollzeit verlangt. Je nach gewählter Unternehmensform meldest du dein Unternehmen beim Finanzamt und/oder beim Gewerbeamt an. Unter Umständen musst du dein Unternehmen außerdem in das Handelsregister eintragen lassen.

Das Finanzamt macht keinen großen Unterschied zwischen der nebenberuflichen und hauptberuflichen Selbstständigkeit. Daher musst du auch auf die Einkünfte, die du aus deinem Unternehmen erzielst, Steuern zahlen.

Allerdings brauchst du keine zusätzlichen Sozialversicherungen zu zahlen, wenn du nebenbei gründen willst. Trotzdem will die Krankenkasse über deine Gründung informiert werden. Was du nebenberuflich verdienst, kann sich nämlich auch auf deine Beiträge auswirken.

Die Kleinunternehmerregelung

Sowohl hauptberufliche als auch nebenberufliche Selbstständige können unter die Kleinunternehmerregelung fallen. Solange du nicht mehr als 17.500 € jährlich mit deinem Unternehmen einnimmst, giltst du als Kleinunternehmer. Das hat den Vorteil, dass du keine Umsatzsteuer abtreten musst. Du kannst dann entsprechend aber auch keine Umsatzsteuer von deinen Kunden einfordern. In manchen Branchen kann das negative Folgen für deine Außenwirkung haben, da die Auftraggeber anhand der fehlenden Umsatzsteuer erkennen, dass du nicht allzu viel mit dieser Tätigkeit einnimmst. In diesen Fällen ist es ratsam freiwillig der Umsatzsteuerpflicht nachzukommen. Allerdings rate ich dir dringend, deinen Steuerberater aufzusuchen, bevor du eine Entscheidung fällst

Wenn dein Arbeitgeber deiner nebenberuflichen Gründung zugestimmt hat und du dich auch schon gründlich auf die Selbstständigkeit vorbereitet hast, heißt es jetzt: Attacke!

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