Schwanger in Führungsposition: Das solltest du wissen

Das solltest du als schwangere Chefin wissen 

Die Geburtenrate in Deutschland geht langsam wieder nach oben. Nach wie vor gibt es allerdings wenige Mütter, die in Führungspositionen tätig sind. Zum einen fürchten viele Chefs, dass Frauen mit kleinen Kindern sich nicht ausreichend auf ihre verantwortungsvollen Aufgaben im Job konzentrieren könnten. Zum anderen haben die Frauen Angst davor, ihre Familie zugunsten der Karriere zu vernachlässigen. Doch was passiert, wenn die weibliche Führungskraft schwanger wird? Bedeutet der positive Schwangerschaftstest automatisch ein Aus für die Führungsposition? Wie du die Herausforderung „schwanger in Führungsposition“ meisterst und deinen Abschied in den Mutterschutz vorbereitest, erfährst du in diesem Artikel.

Schwanger in Führungsposition: „Don’t leave before you leave“

Schwangere Führungskräfte fürchten oft um ihre Position. Werden sie nach der Elternzeit weiterhin als Führungskraft eingesetzt oder befördern sie sich mit der Geburt ihres Kindes ins berufliche Abseits? Um weiterhin als Führungskraft und nicht nur als „die Schwangere“ wahrgenommen zu werden, solltest du gerade in der Schwangerschaft das Augenmerk auf deine Führungsqualitäten lenken. Dazu gehört auch, dass du frühzeitig Aufgaben delegierst, die du aufgrund der Schwangerschaft nicht mehr leisten kannst.

Die Co-Geschäftsführerin von Facebook, Sheryl Sandberg, hat das Credo „Don’t leave before you leave“ („Gehe nicht, bevor du gehst“) geprägt. Was sie damit meint: Verabschiede dich innerlich nicht von deiner Position, solange du noch nicht gegangen bist. Daher solltest du auch als schwangere Führungskraft weiterhin Fortbildungen besuchen. Damit signalisierst du nämlich sowohl deinem Vorgesetzten als auch deinen Mitarbeitern, dass du nach wie vor engagiert bist und dir deine Position wichtig ist.

Abwesenheit gründlich vorbereiten

Kümmere dich rechtzeitig darum, wie deine Aufgaben während des Mutterschutzes und der Elternzeit erledigt werden sollen. Dadurch betonst du auch dein Verantwortungsgefühl als Führungskraft. Verteile also frühzeitig die Aufgaben, die während deiner Abwesenheit nicht liegen bleiben dürfen, und plane genügend Zeit für eine eventuelle Einarbeitung deiner Vertretung ein. Gleichzeitig solltest du schon sehr früh darüber nachdenken, wie du in deine alte Position zurückkehren möchtest. Erarbeite gemeinsam mit deinem Vorgesetzten ein Arbeitszeitmodell, mit dem sich Führungsaufgaben und Familie vereinbaren lassen. Die flexible Verteilung von Arbeitszeiten, das Arbeiten im Homeoffice oder auch in Teilzeit sind mögliche Lösungsansätze, um weder die beruflichen noch die familiären Verantwortungsbereiche vernachlässigen zu müssen. Nutze deine Rolle als Führungskraft, um das Arbeitsumfeld aktiv mitzugestalten.

Werde nicht unsichtbar in der Babypause

Die ersten Wochen nach der Geburt sollten selbstverständlich ganz der frischgebackenen Familie gewidmet sein. Über eine kurze Info zur Geburt des Kindes werden sich deine Kollegen aber sicherlich freuen. Sobald du im Babyalltag angekommen bist, schadet es nicht, wenn du dich telefonisch nach dem Stand der Dinge in deinem Unternehmen erkundigst. Auch ein gelegentlicher Besuch sorgt dafür, dass du auch während deiner Abwesenheit eine gewisse Präsenz beibehältst. Außerdem kannst du sicherstellen, dass du in der Babypause den Anschluss nicht verlierst, indem du regelmäßig Informationen über den Status quo einholst.

Wenn du noch mehr über die Herausforderungen der Doppelrolle Führungskraft und Mama erfahren möchtest, schau dir mal meinen Artikel im Feminess Magazin an. Darin erkläre ich, warum Karriere und Familie für Frauen so fordernd sind.

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