Neider, Energiesauger, Neinsager – Wie der Umgang mit Kritik in der Gründung gelingt

Ein eigenes Unternehmen zu gründen geht mit Arbeit und Anstrengung einher, aber auch mit viel Herzblut und Stolz. Umso grausamer können kritische Stimmen am jungen Gründerbewusstsein nagen. Fast jeder hat sie in seinem Umfeld: die Neider, die Energiesauger, die Neinsager. Wie du einen souveränen Umgang mit Kritik entwickelst, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Alles nur gut gemeint?

Wer in seinem Umfeld verkündet, sein eigenes Business starten zu wollen, muss nicht lange auf die gut gemeinten Ratschläge warten. Während die Familienangehörigen Zweifel an der wirtschaftlichen Tragfähigkeit anmelden, wissen die Freunde, wie man so ein Geschäft auf keinen Fall aufziehen darf. Derartige Kritik kann verunsichern und unter Umständen sogar verletzend sein. Du solltest aber im Hinterkopf behalten, dass dein Umfeld sich um dich sorgt und ein mögliches Scheitern verhindern will. Eine berechtigte Kritik solltest du deswegen nicht abweisen.

Anders ist die Situation, wenn du einem Nörgler begegnest, der sich über die Kritik an deinem Vorhaben selbst profilieren will, oder neidisch auf deine Entschlusskraft ist. Solche Besserwisser kannst du getrost ignorieren.

Kritik verstehen

Höre dir die Bedenken deiner Kritiker immer zunächst an und bedanke dich für die Ratschläge. Das kann sich dann als schwierig herausstellen, wenn du dein Gegenüber am liebsten korrigieren würdest oder das Gesagte nicht verstehst. In diesem Fall solltest du unbedingt nachfragen, anstatt darüber hinwegzugehen. Auf diese Weise zeigst du, dass du die Kritik ernstnimmst. Solltest du ihr dennoch widersprechen, wird dein Gegenüber auch deinen Standpunkt besser akzeptieren können, da er sich sicher sein kann, dass du ihn gehört hast.

Kritik annehmen

Der erste Impuls, den viele Menschen verspüren, wenn sie kritisiert werden, besteht in der Ablehnung der Kritik. Dabei solltest du Kritik nicht von vornherein als etwas Negatives betrachten. Ernst gemeinte Kritik hat nämlich das Ziel, eine Verbesserung herbeizuführen. Verstehe sie daher als etwas Positives und als Chance, etwas zu lernen.

Manchmal ist man nämlich einfach zu tief in seinen eigenen Gedanken und Plänen versunken, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Dann ist konstruktive Kritik Gold wert.

Kritik ablehnen

Vielen Menschen fällt es schwer, Kritik sachlich abzulehnen. Einerseits können Meinungen, die die eigenen Pläne angreifen, verletzend sein, andererseits will man den gut gemeinten Vorschlag auch nicht einfach abtun und den Kritiker kränken. Dazu muss es allerdings nicht zwangsläufig kommen. Auch für Ratschläge, die du nicht befolgen wirst, solltest du dich bedanken. Lege deinen eigenen Standpunkt dabei sachlich dar. Schließlich hast du dir selbst schon genug Gedanken gemacht und deine Entscheidungen wohl überlegt. Sollte das jedoch nicht der Fall sein, prüfe das Argument deines Gegenübers vorsichtshalber doch noch einmal. Vielleicht verbirgt sich darin tatsächlich ein wahrer Kern. Und wenn nicht: Lass den Unrat vorbeischwimmen!

Auch nach der Gründung wirst du es regelmäßig mit Kritik von außen zu tun bekommen. Wenn Kunden unzufrieden sind oder Reklamationen anmelden, kannst du durch einen geschickten Umgang mit Kritik und angemessener Kulanz dafür sorgen, dass sie dir trotz des negativen Eindrucks erhalten bleiben – und dich wegen deiner Ehrlichkeit weiterempfehlen. Dafür ist es ebenfalls unerlässlich, dass du dich freundlich für die kritischen Worte bedankst und die sachliche Ebene nicht verlässt.

Suchst du noch mehr Tricks und Tipps für deine Existenzgründung? Das kostenlose Gründer-Know-how bietet dir alles, was du als angehender Unternehmer wissen musst!

Ein Bild, das Person, Wand, Tisch, drinnen enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

Click Here to Leave a Comment Below 0 comments